JALIA
Jugendliche Aussiedler/innen: Lernen-Integrieren-Arbeiten (JA:LIA)
Im Projekt JALIA arbeiteten verschiedene Bildungsträger im Landkreis Emsland von Juni 2006 bis Mai 2008 an der Verbesserung der Chancen junger Aussiedlerinnen und Aussiedler auf eine Berufsausbildung bzw. beim Start in den Beruf. Das Projekt wurde durch die Robert-Bosch-Stiftung gefördert und ist in das Netzwerk Integration des Landkreises Emsland eingebunden. (Ergebnisse DIN A 4, Ergebnisse 3 Seiten)
Insgesamt mehr als 200 junge Teilnehmerinnen und Teilnehmer, davon über 100 Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler haben an den einzelnen Teilprojekten bereits teilgenommen und konnten ihre beruflichen Chancen durch die integrativen Angebote verbessern. Zusätzlich wurden 16 Lehrkräfte und Fachkräfte der Schulsozialarbeit zur Anwendung des Instruments ProfilPASS und zur Durchführung von Potentialassessment qualifiziert. Außerdem fand eine Beratung von sechs Eltern von Jungendlichen im Übergang Schule-Beruf statt. (Ergebnisdarstellung kurz, Ergebnisdarstellung lang)
Eine Projektberatung durch das renommierte INBAS-Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik ergab, dass das Projekt in der Laufzeit gute Ergebnisse erzielen konnte und deutliche Spuren im Emsland hinterlassen wird. Im Jahr 2008 wird die Förderung der Strafgefangenen in der JVA Lingen beispielsweise mit anderen Fördermitteln fortgesetzt. Außerdem bleibt die von den Jugendlichen aufgebaute Computerwerkstatt an der Haupt- und Realschule bestehen, so dass weitere Schülergenerationen davon profitieren können.
Beteiligt daran war die Ländliche Erwachsenenbildung, die VHS Papenburg, die VHS Lingen, die VHS Meppen, die Akademie Überlingen, die Historisch-Ökologische Bildungsstätte Papenburg im Emsland e.V. sowie BELOS als Koordinator.
In Spelle nahmen Schülerinnen und Schüler der Haupt- und Realschule an Nachmittagsangeboten (EDV-Werkstatt, Mediengestaltung und Wirtschafts-AG) in der Schule teil. (Plakat)
Jährlich 20 Schüler in Papenburg erhielten Berufsorientierung und Bewerbungshilfen als Teilzeitangebot auf der Basis von Kompetenzprofilen und individuellen Förderplänen.
In Meppen wurden Schüler in einem Nachmittagsangebot durch Bewerbungstraining, Berufsorientierung, und Profiling qualifiziert.
In Lingen bestand die Zielgruppe aus jungen Männern, die als Freigänger im offenen Vollzug einer JVA leben. Die Teilnehmer konnten sich durch eine Verbindung von Fachunterricht, Sprachförderung und beruflicher Orientierung (neu-)orientieren. Zusätzlich wurden gemeinsame (Freizeit-)Aktivitäten angeboten, die die fachspezifischen Einzelaktivitäten ergänzen und einen Austausch der Teilnehmer fördern sollten.